Hannes rausHannes Kröger - es hat leider nicht gereicht. Foto: DESG-Presse/HuggerAlltag bei einem Weltcup im Short Track. Morgens klingelt der Wecker bei Dunkelheit: es gilt, sich rechtzeitig für die Einsätze in den Hoffnungsläufen zu präparieren, das Eistraining beginnt um 8 Uhr. Wer es beim ersten Anlauf nicht bis ins Viertelfinale resp. Halbfinale geschafft hat, bekommt am nächsten Tag über die sogenannten Rep Heats eine zweite Chance. Aber der Weg ist lang und dornenreich. Drei Rennen zusätzlich – und das vor nur wenigen Zuschauern, erst bei den Entscheidungen am Nachmittag füllt sich die Halle. Auch in Dresden. Dennoch lohnte es sich, früh aufzustehen: zum Beispiel für Hannes Kröger und Tina Grassow. Der 26-jährige Rostocker kam über 1000 Meter ins Viertelfinale der Hoffnungsläufe (Rang 3), aber nicht mehr weiter. Dennoch zieht er ein positives Fazit. „Ich hatte in dieser Saison Probleme mit dem Rücken und dem Knie (Anm.: Patellasehne), aber jetzt läuft alles besser.“ Er spürt einen „Ruck“ der durch die ganze Mannschaft geht. Die Staffel sei – trotz Disqualifizierung – das beste Rennen des Winters gelaufen, so Hannes Kröger, ein glühender Bewunderer von Tennis-Hero Roger Federer.

Tina SchreiTina Grassow: Zufrieden. Foto: DESG-Presse/HuggerTina Grassow „flirtete“ auch mit dem Einzug unter die besten 18 über die Langdistanz von 1500 m. Platz 3 statt Platz 1 am Ende und eine zwiespältige Bilanz. „Wenn nur eine weiterkommt, ergibt das hektische Rennen. Ich war erst eingeklemmt, kam an zwei vorbei“ – aber für weiter nach vorne fehlte das berühmte letzte Quäntchen. Das sei die (logische) Konsequenz, „wenn viel Kraft ins Studium geht.“ Die Dresdnerin sprang ohne internationale Vergleiche ins kalte Weltcup-Wasser. „Ich wusste nicht, wo ich stehe. Deshalb bin ich - trotzdem und immerhin - zufrieden.“ Am Schlusstag beschert der zweite 1500-m-Lauf die nächste Option. 

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