KienbaumTrainerseminar Kienbaum 2015 Foto: DESG PresseDie Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) meldet die ersten Fakts ihrer Neuausrichtung. Personell wie strukturell. Der bisherige Co-Bundestrainer und Teamleader Eisschnelllaufen, Helge Jasch, zeichnet künftig für die Mehrkämpfer verantwortlich. Klaus Ebert, der in Chemnitz Nico Ihle zum Weltklasseskater formte, wird Bundestrainer Sprint. Bisher hatte Markus Eicher als Chef-Bundestrainer fungiert. Die Nachwuchsarbeit erfährt zahlreiche neue Impulse. Jan Coopmans, zuletzt für den Stützpunkt Grefrath zuständig, heißt der neue Junioren-Coach.

 


Die Bundestrainer sind verantwortlich für ihre Bereiche und arbeiten in enger Kooperation mit den Disziplin- und Heimtrainern an den Stützpunkten. Mit dem Ausscheiden von Markus Eicher – aus gesundheitlichen Gründen - als Chef-Bundestrainer ist diese Funktion nicht mehr Bestandteil der Struktur. Teamwork, abgestimmte Trainingskonzeptionen, Anhebung des Ausbildungsniveaus und Nachwuchsgewinnung stehen ganz oben auf der Agenda. Die Koordinierung, Anleitung und Kontrolle der Trainingsteams, der Partner, Landesverbände und Vereine, werden verstärkt durch den Sportdirektor und die beiden Leistungssportkoordinatoren (ES/Dr. Weidner, ST Matthias Kulik) gesteuert.
Sportdirektor Robert Bartko (39), seit vier Monaten im Amt, gab diese ersten Schritte im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin bekannt. Der ehemalige Doppelolympiasieger in der Bahn-Verfolgung betonte gleichzeitig, dass „dies die zweite Chance“ für Eisschnelllauf und Short Track in Deutschland ist. „Die zwei WM-Medaillen und eine starke Weltcup-Saison hatten uns etwas Luft verschafft, aber sie ist noch dünn…“ Der Berliner fordert klare Richtlinienkompetenzen. Dass die nationalen Ziele auch regional Unterstützung finden. Es gelte die Förderung durch Erfolge auf dem Eis zurückzubezahlen. „Schließlich haben wir neben den Niederlanden die zweitbeste Struktur der Welt.“ Wichtig sei es zum Beispiel, die Kooperationen mit Institutionen wie IAT und FES zu intensivieren.
Seine Erkenntnis „wir müssen unsere Potenziale besser nutzen“ soll eine Aufbruchsstimmung bewirken. „Bei unseren Rahmenbedingungen und dem Knowhow wird es uns gelingen“ den Anschluss zu schaffen. Zwei Medaillen bei den nächsten Winterspielen 2018 lautet die erste Vorgabe. Bis 2030 soll das deutsche Eisschnelllaufen wieder über internationale Stärke verfügen.