Die Bahn

Die Länge der Laufbahn darf zwischen 333 1/3 m und 400 m schwanken. Bei Wettbewerben der ISU sind 400 m Bahnlänge vorgeschrieben. Die Kurven müssen 180 Grad aufweisen (Innerer Radius 25 bis 26 m). Die Bahnbreite sollte entweder vier, 4,5 oder fünf Meter betragen. Die Laufbahn besteht jeweils aus einer Start- und einer Wechselgeraden. Die Läufer müssen während eines Rennens mehrmals die Bahn an bestimmten Stellen wechseln. Der Bahnwechsel hat sich so zu vollziehen, dass der von außen kommende Sportler das Vorfahrtsrecht hat, wenn sich beide Läufer auf gleicher Höhe befinden. Die Wettbewerbe können sowohl auf Hallenbahnen wie auch auf Freiluftbahnen stattfinden.
Die Startreihenfolge wird immer ausgelost. Dabei werden die Sportler vorher in Leistungsgruppen eingeteilt. Sollte ein Läufer zwei Fehlstarte verursachen wird er disqualifiziert.

Olympia

Die Olympischen Spiele finden alle vier Jahre statt (1998, 2002, 2006 usw.). Die Laufstrecken bei den Olympischen Spielen unterlagen Veränderungen. Zur Zeit werden die folgende Strecken gelaufen, bei denen am Ende der jeweils schnellste der Sieger ist:

MÄNNERFRAUEN
500 Meter (2-mal) 500 Meter (2-mal)
1000 Meter 1000 Meter
1500 Meter 1500 Meter
Teamlauf 8 Runden Teamlauf 6 Runden
5.000 Meter 3000 Meter
10.000 Meter 5000 Meter

Die 500 Meter werden dabei zweimal gelaufen, das Ergebnis wird aus der Summe beider Läufe berechnet.

Startberechtigt sind die Athleten, die die Norm des IOC erreichen, allerdings maximal vier Athleten pro Land bis zu den 1500 Metern und drei Athleten ab den 3000 Metern. Aus Ländern in denen keiner die Norm schafft, ist maximal ein Teilnehmer zugelassen.

Bei der Premiere des Teamlaufes 2006 waren die besten acht Teams des Weltcups startberechtigt. Es wurden Qualifikationsläufe, Viertelfinals, Halbfinals und Finals ausgetragen.

Einzelstrecken-Weltmeisterschaft

Die Einzelstreckenweltmeisterschaften finden seit 1996 statt und werden nur in den nichtolympischen Jahren (Ausnahme 1998) durchgeührt (1999, 2000, 2001, 2003 usw.). Bei den Einzelstreckenweltmeisterschaften wurden von Beginn an die Strecken gelaufen, die jetzt auch bei den Olympischen Spielen absolviert werden. (Teamlauf kam allerdings erst 2005 dazu)

Startberechtigt sind die besten 14 Athleten des Weltcups und die zehn Zeitschnellsten der Saison, allerdings maximal vier Athleten pro Land bis zu den 1500 Metern und drei Athleten ab den 3000 Metern. Für die 10.000 Meter der Herren und die 5000 Meter der Damen sind jeweils nur die ersten Acht des Weltcups und die acht Zeitschnellsten startberechtigt.

Die Einzelstreckenweltmeisterschaften werden innerhalb von vier Tagen ausgetragen.

Tag 1: 1500 Meter Frauen, 5000 Meter Männer, Teamlauf Frauen, Teamlauf Herren ;
Tag 2: 500 Meter Männer, 3000 Meter Frauen;
Tag 3: 1000 Meter Männer, 500 Meter Frauen, 10.000 Meter Männer.
Tag 4: 1500 Meter Männer, 1000 Meter Frauen, 5.000 Meter Frauen.

Mehrkampf-Weltmeisterschaft

Die Mehrkampf-Weltmeisterschaften finden jährlich statt. Die jeweils 24 Teilnehmer werden bei den Kontinentalmeisterschaften ermittelt. Qualifizert ür die Weltmeisterschaften sind die ersten 12 der Europameisterschaften (Frauen die ersten 13), der ersten ünf der Asienmeisterschaften und die ersten sieben (bei den Frauen sechs) der Amerikameisterschaften. Das erworbene Startrecht kann auch von einem anderen Sportler aus dem selben Verband wahrgenommen werden.

Früher wurden die Wettkämpfe an zwei Tagen mit je zwei Strecken pro Tag durchgeührt. Inzwischen werden die Wettkämpfe in drei Tagen durchgeührt. Die Strecken werden dabei in folgender Reihenfolge absolviert:

Tag 1: 500 Meter Frauen, 500 Meter Männer, 3000 Meter Frauen;
Tag 2: 1500 Meter Männer, 1500 Meter Frauen, 5000 Meter Männer;
Tag 3: 5000 Meter Frauen, 10.000 Meter Männer.

Die auf den einzelnen Strecken gelaufenen Zeiten werden in Punkte auf Basis von 500 Metern umgerechnet und schließlich addiert. Weltmeister ist am Ende derjenige mit der niedrigsten Punktsumme. Folgendes Beispiel soll die Punktberechnung verdeutlichen:

Bei den Frauen wird dementsprechend die 3000 Meter Zeit durch 6 geteilt.

Mehrkampf-Europameisterschaft

Früher wurden auch diese Wettkämpfe an zwei Tagen mit je zwei Strecken pro Tag durchgeührt. Inzwischen finden die Europameisterschaften an drei Tagen jedes Jahr statt. Die Strecken werden dabei in folgender Reihenfolge absolviert:

Tag 1: 500 Meter Männer, 500 Meter Frauen, 5000 Meter Männer;
Tag 2: 1500 Meter Frauen, 1500 Meter Männer, 3000 Meter Frauen;
Tag 3: 5000 Meter Frauen, 10.000 Meter Männer.

Die Berechnung der Punkte erfolgt analog zu den Weltmeisterschaften. Sieger ist also wer nach vier Strecken, die geringste Gesamtpunktzahl hat.Die Startberechtigung richtet sich nach den Ergebnissen des Vorjahres.

Sprint-Weltmeisterschaft

Die Sprintweltmeisterschaften werden an zwei Tagen ausgetragen. An beiden Tagen werden jeweils die 500 und 1000 Meter gelaufen. Gesamtsieger ist derjenige der die geringste Gesamtpunktzahl hat, die Zeiten über 1000 Meter werden demnach wieder durch zwei geteilt. Die Teilnehmer werden nach Rangliste ermittelt, maximal vier pro Verband dürfen starten. Die Sprintweltmeisterschaften finden jährlich statt.

Weltcup

Der Weltcup wird in jeweils sechs Disziplinen bei den Männern und Frauen absolviert. Es wird unterschieden in folgende Weltcupwertungen:

STRECKEN IM WELTCUP
100 Meter
500 Meter
1000 Meter
1500 Meter
Langstrecken
Teamlauf

Als Langstrecken gelten die 3000 und 5000 Meter bei den Frauen bzw. die 5000 und 10.000 Metern bei den Männern.

Die Anzahl der Wettkämpfe in den jeweiligen Jahren unterscheiden sich, in einigen Jahren gab es auch Streichwerte. (es wurden nur z.B. die besten 5 von 7 Wettbewerben pro Athlet gewertet)

Teilnahmeberechtigt sind auf jeder Strecke zwei Athleten aus jedem Land. Zusätzlich darf jeder Verband der im Vorjahr Sportler unter den ersten 24 der Gesamtwertung auf der jeweiligen Strecke hatte, noch die Anzahl dieser Sportler nominieren. Allerdings ist das Maximum der Starter pro Land auf ünf begrenzt.

Da dabei Startfelder von über 60 Athleten entstehen können, werden die Wettkämpfe in einer A-Gruppe und einer B-Gruppe durchgeührt. Die A-Gruppe umfasst in der Regel 20 Athleten, nur wenn bei einem Weltcup weniger als 28 Athleten starten, sind 16 Sportler in der A-Gruppe und der Rest in der B-Gruppe. In der A-Gruppe dürfen folgende Sportler an den Start gehen:

500 Meter, 1000 Meter, 1500 Meter

Bei der ersten Weltcupstation starten auf diesen Strecken alle Athleten in der A-Gruppe. Dabei erhält der Sieger des jeweiligen Laufes 100 Weltcuppunkte, der dreißgste des Wettkampf noch einen Punkt. Anschließend erfolgt folgende Einteilung.

Die Sportler auf den Plätzen 1-20 der Punktwertung starten in der A-Gruppe, der Rest in der B-Gruppe. Diese Einteilung wird nach jedem Wettkampf entsprechend der Gesamtpunktzahl geändert, die Punkteverteilung ist wie folgt geregelt:

PLATZPUNKTE A-GRUPPEPUNKTE B-GRUPPE
1 100 25
2 80 17
3 70 11
4 60 7
5 50 5
6 45 3
7 40 2
8 36 1
9 32 0
10 28 0
11 24 0
12 21 0
13 18 0
14 16 0
15 14 0
16 12 0
17 10 0
18 8 0
19 6 0
20 4 0
21 2 0
22 1 0

Langstrecken

Hier starten die jeweils 20 Besten des Weltcups aus dem Vorjahr (einzelne Sonderbestimmungen erlauben auch Ausnahmen) in der A-Gruppe. Die Punkteverteilung erfolgt wie in der obigen Tabelle. Die so genannten Quartettstarts (ca. 20 Sekunden nach dem ersten Paar, wird das zweite gestartet) sind zwar erlaubt, werden in der Regel aber nur in der B-Gruppe praktiziert.