Publikum2Rund tausend Kinder sorgten für Stimmung im "Sportboulevard". Foto: DESG-Presse„Kindergeburtstag“ meinte einer, sei das hier in Dordrecht. Ist aber gar nicht despektierlich gemeint. Der Veranstalter hatte Schulkinder aus der Umgebung mit Freikarten (am Freitag) versorgt. Die Kids mussten vorher eine zweimonatige Eis-Schulung absolvieren und füllten zu Tausenden, alle hübsch in Orange gekleidet, den Sportboulevard beim Auftakt der EM. Als die Namen ihrer Schulen aufleuchteten, starteten sie einen Schrei-Contest. Dubbeldam (Vorort von Dordrecht) gewann, der Eis-Palast dröhnte ohrenbetäubend. Während der kreative Beleuchter das Eis mal in blau, rot oder gold tauchte. Auch das Septett der deutschen Starter fiel in den Applaus mit ein. „Das ist Riesenklasse hier“, lobte Anna Seidel die coole Stimmung: man spüre als Läuferin, wie die Tribünen fast vibrieren. Den jugendlichen Fans winken nun noch kostenlose Shorttrack-Trainingsstunden. Der „Kindergarten Orange“, ein EM-Award.

Dordrecht Team 2015Grachten-Ausflug in Dordrecht. Foto: Matthias KulikDas erste Highlight für die Kurvenkratzer steigt in der südholländischen Museums- und Hafenstadt Dordrecht: Europameisterschaften ab Freitag. Das liegt auch an den Event-Ambitionen der Veranstalter, die in der Halle eine Show der besonderen Art abhalten wollen: Short Track als echter Hingucker. Schau‘n mer mal“, auch das Motto der sieben DESG-Starter, am Dienstag angereist. Vor Jahresfrist bei der Heim-EM hatte in Dresden die Hütte gebebt: zum Beispiel als die Herren Bronze in der Staffel gewannen.

DESG-Wanderpokal Siegerehrung Mannschaften 2015-01-25Zweiter Pokallauf um den DESG Wanderpokal im Eisschnelllauf. Am Start waren die Altersklassen E2, D1, D2, und C1 (AK 11-14)der Landesverbände Berlin, Thüringen, Sachsen, NRW und Bayern Sieger wurde Sachsen vor Thüringen und Berlin.

Vorbereitungv.l.n.r.: Trainer A.Behr, N. Behlau, J. Marx, L.S. Scholz, K. Günzel, L. Nieke)©Andreas BehrFünf Junioren ( Lea Sophie Scholz, Kimberly Günzel, Luise Nieke, Jeremias Marx und Nils Behlau) vom C-Kaderkreis haben – wie in den Jahren zuvor – am ISU Development Programm in Klobenstein/Collalbo (Italien)  teilgenommen. Mit inbegriffen ist die Teilnahme an der Finstral-Trophy die zum 33. Mal stattfand.

 

 

 

 

 

Marco Platz 2Marco Weber: 2. beim Massenstart in Hamar.Hatten da die norwegischen Trolle und Kobolde ihren Schabernack getrieben? Von wegen: es war die taktische Handschrift von Marco Weber, die für ein „super happy“ (Bundestrainer Eicher) Finale des Weltcups in Hamar sorgte. Im Massenstart nutzte der 32-Jährige die Gunst der Stunde, griff 1200 m vor dem Ziel alleine an und musste auf dem Zielstrich nur Weltcup-Leader Lee (Südkorea) den Vortritt lassen. Aber: Silber für den gebürtigen Chemnitzer, der für den Münchner EV antritt. Respekt. Schon beim Weltcup in Berlin hatte er couragiert das Heil in der Flucht gesucht. „Jetzt mussten wir unsere Taktik fünf Runden vor Schluss ändern – und alles riskieren.“ Damit stand er bei der Siegerehrung neben Größen wie Lee und Bart Swings (3.). „Ich freue mich riesig.“

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