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Ein guter Besuch am dritten Tag und ein polnischer Advent sorgten für den Schlussgong beim Weltcup in Berlin. Die Fangruppe aus Domaniewice in der Woiwodschaft Lodz packte ihr überdimensionales Plakat erst zusammen als der dritte (!) Sieg für ihre Landsleute feststand. Die einheimischen Besucher verließen das Sportforum ebenso zufrieden. Guter Sport und irgendwie eine gewisse Aufbruchsstimmung bei den deutschen Athleten hatten sie erlebt. „Ein tolles Wochenende“ sah auch Co-Bundestrainer Helge Jasch. „Wieder mit zwei Medaillen wie in Obihiro und Seoul. Und mehrere Sportler mit Chancen auf das Podium. Das ist ein guter Trend.“

Flowers 500_m_B_Herren_1Samu auf dem TreppchenSo kann es weiter gehen, beim Heim-Weltcup in Berlin. Der Auftakt mit den Rennen der B-Gruppen (500 m, 3000 m Frauen)  begann mit einem Podiumsplatz für Samuel Schwarz. Platz 2 über 500 Meter in guten 35,44 Sekunden. Um diese Zeit hatten die TV-Leute zwar ihre Kameras noch nicht in Position gebracht. Doch an sämtlichen drei Tagen zeigt das Erste ausführliche Bilder aus dem Sportforum. Das darf man durchaus auch als Referenz an das deutsche Eisschnelllaufen werten. Eine Chance ist soviel Öffentlichkeit allemal.

Siegerehrung 5000 m DamenStrahlende Gesichter bei der 5000 m-Siegerehrung. 2. Stephanie Beckert, 1. Claudia Pechstein, 3. Bente Kraus. Foto: DESG-Presse500 Meter – da lässt Nico Ihle nichts anbrennen, obgleich Samuel Schwarz ihn massiv fordert. Der 28-jährige Chemnitzer gewann beide Läufe, im zweiten Durchgang um gerade eine Hundertstel vor Bruder Denny. Das offenbart Parallelen zu den niederländischen Mulder-Zwillingen. „Gemeinsam sind wir stark“ wäre auch eine gute PR. Die fehlenden ein, zwei Zehntel „kommen dann über den Weltcup. Aber es gab auch Zeiten, da ging der Titel mit viel schwächeren 36-er-Zeiten weg“, resümierte Nico. Jetzt ist ein Tag Pause im heimischen Chemnitz angesagt, dann Krafttraining, nochmals aufs Berliner Eis – und ab nach Japan zum ersten internationalen Kräftemessen. „Zum Bumm, krach, peng“, wie Nico gewohnt martialisch formuliert. Sein Bruder musste die Muskeln mit Eis behandeln. Aber keine Sorgen: Die Ihle-Brothers sowie Sprint-Vizemeister Schwarz sind fit.

 Bartko neuer DESG-Sportdirektor

Prasentation RobertPräsident Gerd Heinze stellt den neuen Sportdirektor Robert Bartko vor. Foto: camera4

mg.pDen "Linksverkehr" kennt Robert Bartko wie kein Zweiter. Auch was die Erfolge anbelangt, gehört er zu den Besten. Jetzt tritt er als Sportdirektor ins Team der DESG ein, nachdem sich der 39-jährige Potsdamer erst im Januar vom Leistungssport verabschiedet hatte. Das Bahnoval war seine Welt. In Einer- und Mannschaftsverfolgung holte er Goldmedaillen (2000 in Sydney) und Regenbogentrikots (vier), stand bei 20 Sechstage-Rennen auf dem obersten Treppchen. In "seinem" Jahr 2000 gewann er mit dem 4000-m-Vierer die Wahl zur „Mannschaft des Jahres“.

TrainerTrainer beim Medienseminar. V.l.n.r. Danny Leger, Tristan Loy, André Unterdörfel, Gunda Niemann-Stirnemann und Moderator Jens Zimmermann. Foto: DESG-PresseJournalisten aus dem gesamten Bundesgebiet, von der „Süddeutschen“ bis zur „Thüringer Allgemeinen“ waren ganz Ohr – als die DESG zum traditionellen Medienseminar nach Berlin bat. Zahlreiche Neuigkeiten standen auf der Agenda, sowohl in personeller wie konzeptioneller Natur. Chef-Bundestrainer Markus Eicher stellte die „Neuen“ im Trainerstab vor, die Olympia-Starter von Sotschi präzisierten gegenüber Moderator Jens Zimmermann ihre aktuellen Ziele. Helge Jasch erläuterte die Reglements-Änderungen der ISU zum Thema Massenstart, endlich ins WM-Programm aufgenommen. Gerd Heinze blickte nach vorne.

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