Siegerehrung Herren 5000Siegerehrung Herren 5000 m, 1. Patrick Beckert, 2. Alexej Baumgärtner, 3. Jonas Pflug. Foto: DESG-PresseDa sind sie wieder, die beiden fulminanten Power-Skater der DESG, die bei den Winterspielen (fast) Geschichte schrieben. Diesmal lag Samuel Schwarz, der Olympia-Fünfte, um zwei Hundertstel vor Nico Ihle, in Sotschi hauchdünn an den Medaillen dran. So früh in der Saison schon wieder auf Weltklasse-Niveau: selbst die beiden Protagnisten starrten erstaunt auf die Anzeigentafel des Sportforums. 1:09,79 Minuten. Und dann reichte Nico seinem Rivalen und Trainingskollegen die Wasserflasche, dabei mussten beide extrem durchschnaufen. „Ganz schön kaputt“ lautete unisono die Antwort auf den physischen Zustand. „Wenn man erstmals wieder voll ausbelastet“ (Samu).

Monique AbschiedBlumen zum Abschied. Monique sagt dem Leistungssport "tschüss". Foto: DESG-PresseAm Ende gab es Applaus, auch von den häufig so kritischen Presse-Vertretern. Monique Angermüller gab im Rahmen des DESG-Medienseminars das sofortige Ende ihrer aktiven Laufbahn bekannt. Für Insider hatte sich dieser Schritt aufgrund von Knie-Problemen bereits abgezeichnet, aber dann ging es dennoch sehr schnell. Auch eine vierwöchige Reha hatte, nach dem ersten Eiskontakt beim Sommertraining in Inzell, nichts Positives bewirkt. Im Gegenteil. „Man verbot mir jede Bewegung, die nur entfernt mit Eisschnelllaufen zu tun hat.“

Zeitplan 2 DMStartschuss zur nacholympischen Saison 2014/15. Im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen eröffnen die Deutschen Meisterschaften auf den Einzelstrecken den „Ice Run“. Am Samstag und Sonntag kämpft die gesamte nationale Elite der DESG um Titelehren und gleichzeitig die Tickets für den ersten Weltcupblock. Vom 14. bis 16. November gibt sich die Elite dann in Obihiro/Japan ein Stelldichein: das erste große Zusammentreffen der Medaillengewinner von Sotschi.

Kufenflitzer 2014Kufenflitzerin des Jahres
Claudia Pechstein. So schnell mit 42 Lenzen. Der Konkurrenz blieb angesichts der Zeiten von „Claudi“ nur das Staunen. Das war 2013/2014 nicht anders. Und deshalb schien der große Traum von ihrer insgesamt zehnten olympischen Po-dest-Platzierung realistisch. Am Ende fehlten auch nur Wimperschläge. Vierte über 3000 m und Fünfte über 5000 m. „Meine Mission ist erfüllt – auch ohne Me-daillengewinn“, verabschiedete sich C.P. von der Adler-Arena in Sotschi. Und kündigte noch in Russland an, ihre Karriere fortzusetzen. Das Fernziel heißt PyeongChang 2018. Die letzte Saison hatte Claudia Pechstein beim Weltcupfinale in Heerenveen beendet – mit Platz 2 im 3000-m-Punkte-Rankling (hinter Martina Sáblíková). Neben intensiver Vorbereitung dieses Jahr dokumentierte sie zwi-schendurch auch mal bei Inliner-Titelkämpfen ihre Klasse. Kufen, Rollen, Räder. Claudia Pechstein kommt immer voran.

Anna Podium HeerenveenAnna in Heerenveen auf dem Podium. Foto: privatDie beiden ersten Saison-Annäherungen liegen hinter den deutschen Shorttrackern bei ihrem Start in einen neuen olympischen Zyklus. Nach dem nationalen Kickoff in Rostock lieferte jetzt der Invitation Cup in Heerenveen eine Standortbestimmung. „Mit Ausnahme der Russen war ein Großteil der europäischen Elite am Start“, so der derzeitige Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev. Sein Eindruck: „Die Lücke zu den Besten ist kleiner geworden.“

Unterkategorien