Junioren ErfurtLeia mit ihren Erfurter Trainingskollegen Christoph Müller, Lydia Reinländer und Pedro Beckert. Foto: Thüringer Allgemeine

Die Nachricht kam vor zwei Wochen während der Junioren-WM in Warschau, dem Saison-Höhepunkt von Leia Behlau. „Trainer Wild meinte, es gäbe noch einen großen Wettkampf für mich… - Wie jetzt, echt?“ Die Reaktion, als die 18-Jährige erfuhr, die Allround-WM bei den „Erwachsenen“ zu bestreiten. Ohne vorher je an einem Wettkampf im Senioren-Bereich teilgenommen zu haben. Coach Peter Wild spricht von „Belohnung und Auszeichnung“ für eine konstante Saison (u.a. Sieg bei einem Weltcup-Massenstart) im Nachwuchsbereich. Die DESG sieht den Einsatz als Fingerzeig für die Zukunft, in der neuen Saison rückt Leia in den Elite-Bereich auf.

Die Nachricht kam vor zwei Wochen während der Junioren-WM in Warschau, dem Saison-Höhepunkt von Leia Behlau. „Trainer Wild meinte, es gäbe noch einen großen Wettkampf für mich… - Wie jetzt, echt?“ Die Reaktion, als die 18-Jährige erfuhr, die Allround-WM bei den „Erwachsenen“ zu bestreiten. Ohne vorher je an einem Wettkampf im Senioren-Bereich teilgenommen zu haben. Coach Peter Wild spricht von „Belohnung und Auszeichnung“ für eine konstante Saison (u.a. Sieg bei einem Weltcup-Massenstart) im Nachwuchsbereich. Die DESG sieht den Einsatz als Fingerzeig für die Zukunft, in der neuen Saison rückt Leia in den Elite-Bereich auf. 

Hannes rausHannes Kröger - es hat leider nicht gereicht. Foto: DESG-Presse/HuggerAlltag bei einem Weltcup im Short Track. Morgens klingelt der Wecker bei Dunkelheit: es gilt, sich rechtzeitig für die Einsätze in den Hoffnungsläufen zu präparieren, das Eistraining beginnt um 8 Uhr. Wer es beim ersten Anlauf nicht bis ins Viertelfinale resp. Halbfinale geschafft hat, bekommt am nächsten Tag über die sogenannten Rep Heats eine zweite Chance. Aber der Weg ist lang und dornenreich. Drei Rennen zusätzlich – und das vor nur wenigen Zuschauern, erst bei den Entscheidungen am Nachmittag füllt sich die Halle. Auch in Dresden. Dennoch lohnte es sich, früh aufzustehen: zum Beispiel für Hannes Kröger und Tina Grassow. Der 26-jährige Rostocker kam über 1000 Meter ins Viertelfinale der Hoffnungsläufe (Rang 3), aber nicht mehr weiter. Dennoch zieht er ein positives Fazit. „Ich hatte in dieser Saison Probleme mit dem Rücken und dem Knie (Anm.: Patellasehne), aber jetzt läuft alles besser.“ Er spürt einen „Ruck“ der durch die ganze Mannschaft geht. Die Staffel sei – trotz Disqualifizierung – das beste Rennen des Winters gelaufen, so Hannes Kröger, ein glühender Bewunderer von Tennis-Hero Roger Federer.

AnnaBFinaleAnna Seidel mit ihrem besten Resultat: 6. über 1000 m bei der EM. Foto: DESG-PresseNatürlich „gehörten“ die Shorttrack-Europameisterschaften den Gastgebern. Alles Oranje. Und Sjinkie Knegt schrieb sich als Tripelchampion und Stimmungs-Macher ins ST-Guinnessbuch ein. „Sind wir nicht alle ein bisschen Sjintkie…?“ rätselten die Fans nach drei enthusiastischen Wettkampftagen. Aber im nächsten Atemzug erwähnte der wortgewaltige Sprecher eine kleine Dresdnerin: Platz 6 für Anna Seidel, die sich im B-Finale als Zweite viel Applaus verdiente.

Teamfoto Dresden 2Gruppenbild mit Bundestrainer. Die Shorttracker sind bereit für den Weltcup. Foto: ST-TeamZum sechsten Mal ist Dresden Gastgeber einer internationalen Top-Veranstaltung in Sachen Short Track. Nach zwei EM-Titelkämpfen bittet die sächsische Landeshauptstadt vom 6. bis 8. Februar zum vierten Weltcup. Für die Kufenflitzer der DESG das Saison-Highlight: zuhause im „eisigen Wohnzimmer“ an der Elbe. Die EM in Dordrecht war direkt aus dem Training in Angriff genommen worden, jetzt präsentiert sich das Aufgebot von Miroslav Boyadzhiev bestens präpariert für den Showdown der Weltbesten. „Wir sind in dieser Woche nochmals in die maximale Belastung gegangen“, so der Bundestrainer. Olympia-Teilnehmerin Anna Seidel, zuletzt im B-Finale über 500 m (Platz 2 - „mein größter sportlicher Erfolg“) sieht für sich selbst „deutliche Schritte“ nach vorne.

Staffel Herren5000 m Staffel - Anschieben erwünscht... Foto: DESG-PresseAn der Bande herrschte Aufregung bei der kleinen deutschen EM-Delegation. Anna Seidel, das 47-kg-Küken, schickte sich an, das 500-m-Halbfinale zu erreichen. Nur noch eine halbe Runde: doch dann schob sich die Britin Gilmartin an der 16-Jährigen aus Dresden vorbei. „Ich habe sie nicht gesehen und konnte so nicht reagieren“, sagt die Olympia-Starterin. Schade, ein Wimperschlag (1/10 Sekun-den) fehlte. „Deshalb bin ich auch enttäuscht.“ Unter dem Strich aber Platz 9 im Klassefeld von Dordrecht. Bianca Walter, insgesamt Rang 15 im Sprint, kämpfte sich auf der langen 1500-m-Distanz ins B-Finale. „Das war auch mein eigentliches Ziel“, dann schwanden etwas die Kräfte – nach quasi Nonstop-Einsätzen auf weichen Eis. „Wir waren am ersten Tag schon froh, in der Pause kurz regenerieren zu können.“ Aber auch die Dresdnerin konstatierte als Zwölfte über 1500 m einen leichten Formanstieg – wichtig im Hinblick auf das große Heimspiel an der Elbe: Weltcup vom 6. bis 8. Februar. Dann gilt‘s.

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